Kapitel 6SPORT UND FITNESS31

medien schüren die allgemeine Verunsicherung durch widersprüchliche Meldungen über Vor­sorgemaßnahmen und den tatsächlichen Ein­fluss der Lebensweise. (Ist z. B. Rotwein der Ge­sundheit dienlich oder abträglich? Darf man gelegentlich Geräuchertes essen oder nicht?) Außerdem können andere Dinge für Patienten vordringlich sein, wie die Behandlung bestehen­der Beschwerden. Manche Patienten scheuen auch die mit der Untersuchung verbundenen Unannehmlichkeiten. Auch die Kosten können ein Hindernis darstellen, wenn die Krankenkas­se vorbeugende Untersuchungen oder Behand­lungen nicht bezahlt, sich die Patienten diese Leistungen aber nicht aus eigener Tasche leis­ten können. Außerdem schließen manche denk­baren Diagnosen den Betroffenen u. U. von be­stimmten Leistungen von Kranken-, Lebens- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherungen aus (wenn der Versicherungsschutz z. B. bereits be­stehende Krankheiten ausschließt).

Die größten Hindernisse liegen jedoch in den Betroffenen selbst, weil diese ihren Lebensstil ändern müssen. Die Haupttodesursachen ste­hen nämlich in engem Zusammenhang mit der Lebensweise, z. B. mit dem Rauchen, zu wenig

Sport ist regelmäßige körperliche Aktivität mit dem Ziel, fit zu werden oder zu bleiben. Fitness ist die Fähigkeit, körperlich aktiv zu sein. Regel­mäßiger Sport gehört zu dem Besten, was man zu Vorbeugung von Krankheiten und zur Erhal­tung der Gesundheit tun kann. Es gibt viele ver­schiedene Arten von Sport, die sich in ihrer In­tensität unterscheiden. Deshalb kann sich fast jeder Mensch in irgendeiner Form sportlich be­tätigen.

Regelmäßiger Sport stärkt Herz und Lunge, setzt das Herz-Kreislauf-System in die Lage, den Kör­per mit jedem Herzschlag mit mehr Sauerstoff zu versorgen, und steigert die Sauerstoffmenge,

Der Nutzen sportlicher Betätigung

Sport und Fitness

Bewegung, hohem Alkoholkonsum. Erwachse­nen fallen solche Veränderungen schwer; die Ge­wohnheiten in Bezug auf Ernährung, Zigaret­tenkonsum und körperliche Bewegung werden schon in frühen Jahren geprägt.

Wenn Menschen wissen, welche Vorsorgemaß­nahmen für sie infrage kommen und ihre Ärzte gezielt darauf ansprechen, bekommen sie mit größerer Wahrscheinlichkeit die notwenigen Leistungen. Viele Krankenkassen halten darüber hinaus Gesundheitsratgeber parat, in denen sich die Versicherten informieren können, welche Vorsorgeleistungen sie aufgrund ihres Risiko­profils benötigen.

Hindernisse seitens des Gesundheitssystems sind vielschichtig. Die Befunde eines Patienten sind unter Umständen in verschiedenen Arztpraxen und Kliniken verstreut, und die Patientenakte ist dadurch unvollständig. Ortswechsel erschwe­ren das Ganze zusätzlich. Vorsorgemaßnahmen werden in manchen Praxen möglicherweise nicht systematisch angeboten, oder es ist nicht klar geregelt, welcher Patient welche Untersuchung benötigt. Viele Menschen haben keinen Haus­arzt, der die verschiedenen Maßnahmen koor­diniert.

KAPITEL 6

die der Körper maximal aufnehmen und nutzen kann. Durch regelmäßigen Sport sinkt der Blut­druck und verbessert sich der Blutfettspiegel. Dadurch sinkt wiederum das Risiko für Herzin­farkt, Schlaganfall und andere Erkrankungen der Herzkranzgefäße. Wer regelmäßig Sport treibt, erkrankt außerdem mit geringerer Wahrschein­lichkeit an Darmkrebs und Typ-2-Diabetes.

Sport stärkt die Muskulatur, sodass jemand körperliche Leistungen vollbringen kann, zu de­nen er ansonsten nicht in der Lage wäre. Fast alle täglichen Verrichtungen erfordern Muskelkraft und eine gute Beweglichkeit der Gelenke. Durch regelmäßige sportliche Betätigung lässt sich bei­des verbessern.

Beim Sport werden Muskeln und Gelenke ge­dehnt und dadurch flexibler, was zur Vorbeu­gung von Unfällen beiträgt. Sport mit Gewich-