Kapitel 33KORONARE HERZKRANKHEIT187

rien erhöht. Zu den Faktoren, die den Homozys­teinspiegel ansteigen lassen, zählen Folsäure­mangel und ein Mangel der Vitamine B6 und B , einige Krebsarten (wie Brustkrebs), Pso-

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riasis, starkes Rauchen und bestimmte Arz­neimittel. Zu diesen gehören Medikamente, die Folsäure und den Vitaminen B6 und B12 entge­genwirken, wie Methotrexat (bei rheumatoider Arthritis und Krebs) und die Epilepsiemittel Phenytoin und Carbamazepin; außerdem Medi­kamente, die die Aufnahme von Homozystein behindern, wie die Cholesterin senkenden Mit­tel Colestipol, Colestyramin und Nikotinsäu­re; darüber hinaus Mittel, die den Abbau von Homozystein hemmen, wie das Tuberkulose­mittel Isoniazid.

Gewöhnlich verursacht die Arteriosklerose keine Symptome bis das Innere einer Arterie um mehr als 70 Prozent verengt ist. Die Sym­ptome sind immer davon abhängig, wo die Ver­engung oder Blockade liegt. Sind die Arterien verengt, die das Herz versorgen (Herzkranz­gefäße), können Brustschmerzen (Angina pecto­ris) entstehen; sind sie ganz verschlossen, ent­steht ein Herzinfarkt. Herzrhythmusstörungen und Herzschwäche können ebenfalls die Folge sein. Ein Verschluss der Arterien, die das Ge­hirn versorgen (Kopfschlagadern), kann zum Schlaganfall führen. Eine Verengung der Bein­arterien ruft Schmerzen in den Beinen hervor (Claudicatio intermittens, intermittierendes Hinken ). Bei Über-55-Jährigen können die Arterien, die die Nieren versorgen, verengt oder blockiert sein; manchmal führt dies zu Nieren-

Bei der koronaren Herzkrankheit ist die Blut­versorgung des Herzmuskels verringert oder völlig unterbrochen.

Früher herrschte die Meinung, die koronare Herzkrankheit (KHK) sei eine reine Männer­krankheit. Im Durchschnitt entwickeln Män­ner diese Krankheit etwa zehn Jahre früher als

Koronare Herzkrankheit

KAPITEL 33

versagen oder gefährlich hohem Blutdruck (ma­ligne Hypertonie ).

Die Symptome treten auf, weil sich durch die Arteriosklerose die Arterien immer mehr ver­engen und die Gewebe nicht mehr ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt werden. Die ersten Anzeichen können Schmerzen und Krämpfe sein. Zum Beispiel kann bei einer Per­son die Brust bei sportlicher Aktivität schmer­zen, weil die Sauerstoffversorgung des Herzens unzureichend ist, beim Gehen können Krämpfe in den Beinen auftreten.

Typischerweise nehmen die Symptome in dem gleichen Maß allmählich zu, wie die Athe­rome eine Arterie verengen. Manchmal treten die ersten Symptome auch ganz plötzlich auf, weil ein Gefäß auf einmal verschlossen ist – z. B. wenn ein Blutgerinnsel sich in einer ver­engten Arterie festsetzt und dadurch einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall verursacht.

Vorbeugung und Behandlung

Symptome

Wer sich der beeinflussbaren Risikofaktoren be­wusst ist, kann der Arteriosklerose vorbeugen. Als Vorbeugemaßnahmen kommen dann in­frage: Rauchverzicht , Senken des Choleste­rinspiegels , Senken des Blutdrucks , Verrin­gern des Körpergewichts und Aufnahme eines Trainingsprogramms .

Wenn eine fortschreitende Arteriosklerose Komplikationen verursacht, müssen diese ei­gens behandelt werden. Zu Komplikationen zählen Angina pectoris, Herzinfarkt, Herzrhyth­musstörungen, Herzschwäche, Nierenversagen, Schlaganfall und Durchblutungsstörungen in den Beinen (intermittierendes Hinken).

Frauen, denn diese sind bis zu den Wechsel­jahren durch das Hormon Östrogen geschützt.

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