Kapitel 156ÜBERGEWICHT907

Ein besonderes Risiko für Natriumüberschuss haben ältere Menschen, die Diuretika einneh­men, vor allem bei heißem Wetter und wenn sie erkranken und nicht genügend trinken.

Die wichtigsten Symptome eines Natrium­überschusses betreffen das Gehirn. Gravieren­der Überschuss kann zu Verwirrtheit, Muskel­zittern, Krampfanfällen, Koma und Tod führen.

Bei Natriumüberschuss muss Wasser zuge­führt werden. Außer in sehr leichten Fällen wird Wasser, das eine geringe, ausgewogene Menge Kalium enthält, intravenös verabreicht. Der Natriumspiegel im Blut wird nur sehr all­mählich gesenkt, weil eine zu schnelle Ver­änderung das Gehirn dauerhaft schädigen kann.

Zink ist im ganzen Körper verteilt. Es ist Be­standteil von über 100 Enzymen und auch an der Bildung von RNA und DNA beteiligt. Zink ist unerlässlich für gesunde Haut, Wundheilung und Wachstum. Ein Gutteil des Zinks in der Nahrung wird vom Körper nicht aufgenommen.

Bei Menschen, die kaum Fleisch, Leber, Eier und Meeresfrüchte verzehren, tritt Zinkmangel am ehesten auf. Nahrungsmittel, wie Getreide, die viel Phytinsäure, Eisen und Kalzium ent­halten, können die Aufnahmefähigkeit für Zink herabsetzen. Außerdem können Leber- und Bauchspeicheldrüsenerkrankungen, Alkoholis­mus, Diabetes und Krankheiten, bei denen die Aufnahmefähigkeit für Zink vermindert ist, zu

Bei Übergewicht sammelt sich im Körper über­mäßig viel Körperfett an.

Zur medizinischen Beurteilung des Gewichts eines Menschen dient der Body-Mass-Index (BMI). Er wird errechnet, indem das Gewicht (in Kilogramm) durch das Quadrat der Körpergröße

ZINKMANGEL

Übergewicht 

KAPITEL 156

Zinkmangel führen. Auch die Einnahme von Diuretika und anhaltende intravenöse Er­nährung können diese Störung verursachen. Acrodermatitis enterophathica, eine seltene erbliche Krankheit, bei der die Zinkaufnahme gestört ist, kann zu Zinkmangel, Durchfall und Ausschlägen führen.

Zu den frühen Symptomen gehören Appe­titlosigkeit und verlangsamtes Wachstum bei Kindern. Weitere Symptome sind fleckenför­miger Haarausfall, gestörtes Geruchs- und Ge­schmacksempfinden, Entzündungen der Haut und Nachtblindheit. Bei Männern kann die Spermienproduktion verringert sein. Das Ab­wehrsystem und die Wundheilung können ge­stört sein. Bei Acrodermatitis enterophathica treten Symptome gewöhnlich auf, wenn das Baby abgestillt wird.

Zink

(in Metern) dividiert wird. Ein BMI zwischen 18,5 und 24,9 gilt als Normalgewicht. Werte zwischen 25 und 29,9 sieht man als Überge­wicht an; ab einem BMI von 30 spricht man von Fettleibigkeit (Adipositas).

Bei Übergewicht wird auch die prozentuale Verteilung von Fett und Muskeln im Körper be-

ZINKÜBERSCHUSS

Eine übermäßige Zinkzufuhr gibt es nur selten. Sie kann auftreten, wenn säurehaltige Speisen und Getränke aus zinkhaltigen (galvanisierten) Behältern kommen. Symptome sind ein metal­lischer Geschmack im Mund, Übelkeit, Erbre­chen und Durchfall. Die Aufnahme von einem Gramm und mehr Zink – das ist das 70fache der empfohlenen täglichen Aufnahme – kann töd­lich sein.

In bestimmten Industriebetrieben kann das Einatmen von Zinkoxiddämpfen zu schneller Atmung, Schwitzen und Schwäche führen (Zinkfieber). Die Langzeitaufnahme zu großer Mengen Zink kann die Aufnahmefähigkeit für Kupfer senken und das Immunsystem beein­trächtigen.