Warnsignale bei Krebs

Eine frühzeitige Behandlung von Krebs steigert die Heilungschancen. Es kommt also darauf an, die Erkrankung früh zu er­kennen. Bestimmte Symptome können frühe Warnzeichen für eine Krebserkran­kung sein und sollten daher Anlass sein, einen Arzt aufzusuchen.

Manche Beschwerden sind allgemei­ner Natur – unspezifische Veränderun­gen, die nicht auf eine bestimmte Krebs­art hindeuten. Dennoch können sie einem Arzt helfen, die Untersuchungen zu veranlassen, mit deren Hilfe ein Ver­dacht ausgeräumt oder bestätigt werden kann. Andere Symptome weisen Ärzte gezielte auf eine bestimmte Krebsart oder den Sitz eines Tumors hin. Zu den Warnsignalen für Krebs zählen:

Gewichtsverlust

Müdigkeit

Nächtliches Schwitzen

Appetitverlust

Neue, anhaltende Schmerzen

Wiederkehrende Übelkeit bzw. Erbre­chen

Blut im Urin

Blut im Stuhl (sichtbar oder durch Tests nachgewiesen)

Plötzliche Depressionen

Veränderungen beim gewohnten Stuhlgang (Verstopfung oder Durch­fall)

Wiederholte Fieberschübe

Chronischer Husten

Veränderung der Größe oder Farbe eines Muttermals oder an einem schlecht verheilenden Hautgeschwür

Vergrößerte Lymphknoten

Krebs kann unauffällige und ausgesprochen auf­fällige Symptome hervorrufen. Manche treten frühzeitig auf und gelten als wichtige Warnsig­nale. Andere entwickeln sich erst mit Fortschrei­ten des Krebses und eignen sich daher nicht zur Früherkennung. Wieder andere Symptome – wie Übelkeit, Appetitlosigkeit, Müdigkeit und Erbre­chen – können eine Reaktion auf die Behandlung oder aber Warnsignale sein. Bestimmte Symp­tome treten bei vielen oder beinahe allen Krebs­arten auf, andere wiederum gehören zu einem be­stimmten Krebs und dessen Sitz im Körper.

Es gibt Routineuntersuchungen zur Früher­kennung von Krebs. Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto wirkungsvoller kann die Behandlung gewöhnlich sein.

Anfangs ist der Krebs ein kleiner Zellhaufen, der keinerlei Symptome verursacht. Wächst ein solcher Tumor in einem Bereich, wo er viel Platz hat, ruft er oft erst Symptome hervor, wenn eine erhebliche Größe erreicht ist. Eine Krebserkrankung an einem begrenzteren Ort, beispielsweise auf einem Stimmband, kann schon frühzeitig Symptome hervorrufen, in diesem Beispiel Heiserkeit.

Krebssymptome entstehen, wenn Tumoren in Gewebe einwachsen, das sie reizen und zer­stören, wenn sie darauf drücken, und wenn sie toxische Substanzen absondern und Energie und Nährstoffe verbrauchen, die der Körper für andere Funktionen braucht. Krebs kann an seinem Ursprungsort andere Symptome hervor­rufen als nach seinem Übergreifen auf andere Körperteile.

Das Wachstum und die Metastasierung einer Krebserkrankung kann eine ganze Reihe von Komplikationen nach sich ziehen. Einige davon sind so ernst, dass sie eine Notfallbehandlung erforderlich machen. Bestimmte Komplikatio­nen, die paraneoplastischen Syndrome, beruhen darauf, dass sich Substanzen, die der Tumor er­zeugt, im ganzen Körper verteilen.

Schmerzen

Zu Beginn verläuft eine Krebserkrankung gewöhnlich schmerzlos. Mit zunehmendem

Symptome

KAPITEL 181

Symptome und Diagnose

Wachstum kommt es häufig zu leichtem Unbe­hagen, das immer schmerzhafter wird, je weiter sich der Krebs ausdehnt. Häufig beruhen die Schmerzen darauf, dass der Krebs auf Nerven und andere Gewebe drückt oder in sie hinein­wächst.