Bei dieser häufigen Hauterkrankung verstopfen die Hautporen im Gesicht und am Oberkörper. Dadurch bilden sich Papeln und Pusteln sowie entzündete, infizierte Abszesse (Eiterherde).

Akne beruht auf einer Wechselbeziehung zwi­schen Hormonen, Talgdrüsen und Bakterien, die zu einer Entzündung der Haarfollikel führen. Akne tritt hauptsächlich im Gesicht, im oberen Brustbereich, an den Schultern und auf dem Rü­cken auf und ist von Pickeln, Zysten und manch­mal Abszessen gekennzeichnet. Zysten und Abs­zesse sind eitergefüllte Taschen; Abszesse sind etwas größer und liegen tiefer als Zysten.

Die Talgdrüsen, die in der mittleren Haut­schicht, der Lederhaut, liegen, produzieren Haut­talg (Sebum). Ihre Ausführgänge münden in die Haarfollikel, und der Talg gelangt aus den Talg­zellen zusammen mit toten Hautzellen durch die Poren auf die Hautoberfläche.

Zu Akne kommt es, wenn sich getrockneter Talg, Hautschuppen und Bakterien in den Hautporen ansammeln und sich so genannte

Oberflächliche und tiefe Akne im Vergleich 

KAPITEL 202

Akne

Komedonen bilden, die verhindern, dass der Talg aus den Haarfollikeln durch die Poren ab­fließen kann. Ist die Hautpore nicht ganz ver­stopft, entsteht ein Mitesser. Ist sie vollständig verstopft, bildet sich Hautgrieß (Milien). In den verstopften Poren vermehrt sich das BakteriumPropionibacterium acnes, das normalerweise in den Haarfollikeln lebt, übermäßig. Diese Bakterien zersetzen einige im Talg enthaltene Fette, was die Haut weiter reizt. Aus den gereiz­ten Mitessern und Milien bilden sich die be­kannten Aknepickel. Von oberflächlicher Akne spricht man, wenn Komedonen, Pickel und Pus­teln vorliegen, ohne dass sich ein Abszess bil­det. Eine schwere Akne liegt vor, wenn die ent­zündeten Pickel tief in die darunter liegende Hautschicht reichen und sich eitrige Zysten bilden, die platzen und sich zu größeren Abs­zessen weiterentwickeln.

Akne tritt hauptsächlich in der Pubertät auf, wenn der steigende Hormonspiegel, insbeson­dere das männliche Geschlechtshormon Tes­tosteron, die Talgdrüsen verstärkt zur Talgpro-