Kapitel 251GEWALT GEGEN FRAUEN1387

Gebärmutter zu entfernen, ist nur selten erfor­derlich.

Im Anschluss an die Operation wird der Brust­korb geröntgt, um sicherzustellen, dass es sich nicht um ein Chorionzottenkarzinom handelte, das sich bereits auf die Lunge ausgebreitet hat. Außerdem wird der HCG-Spiegel im Blut be­stimmt, um festzustellen, ob die Mole vollstän-

Als Gewalt gegen Frauen gilt grundsätzlich jede Handlung, die einer Frau körperlich, sexuell oder seelisch schadet und sie leiden lässt. Ge­walt kann zu Hause, am Arbeitsplatz und in der Umgebung stattfinden. Zwei verbreitete For­men der Gewalt gegen Frauen sind häusliche Gewalt und Vergewaltigung.

Zur häuslichen Gewalt gehören körperliche, se­xuelle und seelische Misshandlungen innerhalb der Partnerschaft. Sie kommt in allen Kulturen, Rassen, Berufsgruppen, Einkommens- und Al­tersgruppen vor. Schätzungen zufolge kommt es in Deutschland in jeder dritten Partnerschaft zu Gewalt. Frauen sind von häuslicher Gewalt mehr bedroht als durch andere Gewaltdelikte wie Körperverletzung mit Waffen, Wohnungs­einbruch oder Raub.

Zur körperlichen Gewalt zählen Schläge, Ohr­feigen, Tritte, Püffe und Arme verrenken, Nah­rungs- und Schlafentzug. Teilweise werden die Opfer mit Waffen bedroht oder verletzt.

Sexuelle Gewalt hat jede siebte Frau in Deutschland bereits einmal erfahren. Hierzu zählen Vergewaltigung und sexuelle Nötigung.

Seelische Misshandlungen gibt es vermutlich noch häufiger als körperliche, und sie können diesen vorausgehen. Zu den seelischen Miss­handlungen gehören alle Verhaltensweisen, die das Opfer klein halten, unterminieren und in denen der Stärkere Macht über das Opfer aus­übt. Dazu zählen Beschimpfungen, soziale Iso­lation und finanzielle Kontrolle. Der Täter setzt

Häusliche Gewalt

Gewalt gegen Frauen

dig entfernt wurde. Ist das der Fall, normalisiert sich der Spiegel innerhalb von acht Wochen. Frauen, denen eine Blasenmole entfernt wird, sollten ein Jahr warten, bevor sie wieder schwan­ger werden.

Beim Chorionzottenkarzinom wird eine Che­motherapie, gewöhnlich mit Methotrexat oder Dactinomyzin, durchgeführt.

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das Opfer unter vier Augen oder öffentlich mit Worten herab, demütigt es, schüchtert es ein und bedroht es. Er lässt die Frau glauben, sie sei verrückt, oder redet ihr ein, sie sei schuldig oder verantwortlich für die kränkende Beziehung. Gegenstand der Demütigung können auch die sexuelle Leistung und körperliche Erscheinung sein.

Der Täter kann das Opfer teilweise oder voll­ständig isolieren, indem er die Beziehung zu Freunden, Verwandten und anderen Menschen kontrolliert. Hierzu gehört das Verbot persönli­chen, schriftlichen, telefonischen oder elektro­nischen Kontakts zu anderen. Die Übergriffe werden unter Umständen als durch Eifersucht gerechtfertigt dargestellt.

Häufig hält der Täter Geld zurück, um das Opfer, das finanziell von ihm abhängig ist, ge­fügig zu machen. Der Täter kann die Kontrolle aufrechterhalten, indem er verhindert, dass die Frau arbeiten geht, indem er ihr Informationen über die gemeinsamen Finanzen vorenthält und ihr Geld abnimmt.

Auswirkungen

Opfer häuslicher Gewalt können Verletzungen aufweisen, wie Blutergüsse, blaues Auge, Schnit­te, Kratzer, Knochenbrüche, ausgeschlagene Zäh­ne, Verbrennungen. Das Opfer kann seine Arbeits­stelle verlieren, weil es wegen der Verletzungen zu häufig fehlt. Sowohl die Verletzungen als auch die gesamte Situation können dazu führen, dass sich das Opfer aus Scham von Familie und Freun­den zurückzieht. Unter Umständen muss es häu­fig umziehen, um dem Täter zu entkommen. Manche Täter töten ihr Opfer.